Der Aktienbetrug erlebt seine Renaissance.

Der BSZ Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V. erhält in letzter Zeit wieder viele Telefonanrufe von Anlegern die Aktien – oft im Ausland – gekauft haben, wobei sich der Aktienverkäufer aber nicht an die getroffenen Vereinbarungen hält.

 

Wenn die Investoren bemerken, dass sie wahrscheinlich Opfer eines Aktienbetrugs geworden sind, warten sie viel zu lange ab, ehe sie rechtliche Schritte unternehmen. In der Regel telefonieren Sie mit den Betrügern noch 4-5 Mal, ehe Sie feststellen, dass sie so nicht weiterkommen oder der Telefonanschluß ist nicht mehr erreichbar.

 

Betrogene Aktienkäufer sollten damit rechnen, dass die Betrüger ihre Daten an andere Kriminelle weiterverkaufen könnten. Die Masche nennt sich Follow-up-Betrug. Wie aus heiterem Himmel erhalten Sie auf einmal von einem anderen Unternehmen ein Angebot, dass man ihre Aktien zurückkaufen wolle. Das Angebot ist meist attraktiv, so dass man kaum ablehnen kann. Nur vor der Transaktion ist eine Verwaltungsgebühr zu entrichten, die natürlich zurückgezahlt wird, wenn der Deal nicht klappen sollte. Fazit: Sie wurden ein zweites Mal hereingelegt!

 

Ein Markt in dem die Manipulation zur Regel gehört macht die Anleger zu bloßem Kanonenfutter.

 

Oft werden Penny Stocks, eine nicht  börsennotierte Aktie, die auf einen geringen Nennwert lautet am Telefon angeboten. Meist sind diese Papiere wertlos, zu teuer oder gar nicht existent. Mit hohen Renditeversprechen werden die Anleger aber dennoch geködert. Die Masche ist oft so perfekt, dass selbst erfahrene Investoren in solche Fallen tappen.

 

Die Betrüger verfügen in der Regel über eine raffinierte Taktik Investoren neugierig zu machen und schlussendlich zum Kauf zu überreden. Da wird munter von Kursraketen und Gewinnen die durch die Decke gehen fabuliert – aber es ist alles frei erfunden und erlogen, dass sich die Balken biegen. Am Ende sind die Taschen des Anlegers leer, oft auch die alle Ersparnisse und  mitunter auch das Haus der Familie weg.

 

Immer wird auf eine schnelle Entscheidung gedrängt. Nur heute kann der Deal gemacht werden, sonst ist diese einmalige Chance vertan.

 

Die Cold-Calling Aktionen kommen in der Regel aus einem sogenannten “Boiler Room“. Das Herz einer „Boiler Room Operation“ (betrügerische Telemarketing-Operation)  ist in der Regel ein in bester Lage angemietetes Büro.  Schreibtische, Telefone, und erfahrene Verkäufer, die Hunderte von Menschen aus der ganzen Welt jeden Tag per Telefon oder Mail kontaktieren, mehr wird nicht gebraucht.

 

Das Geschäft mit den billigen Aktien (Penny Stocks) ist oft ein großangelegter oft international organisierter Anlagebetrug. Die Werbemaßnahmen und die Akquisition erfolgen dabei ähnlich wie im normalen Geschäftsleben durch Marketing und Vermittler. Eine der gefährlichsten und aggressivsten Vertriebsmethoden für betrügerische Produkte stellt das Telefonmarketing dar. Im Boiler Room also dem angemieteten Büro arbeitet ein Heer von jungen Männern und Frauen, die sogenannten „Opener“ . Ihre Aufgabe besteht darin, täglich unzählige Personen  anzurufen (Cold Calls) um sie für Spekulationen in Aktien zu gewinnen. Die Opener werden im  morgendlichen Sales Meeting auf ihre Arbeit am Telefon eingeschworen und mit entsprechenden Vorgaben unter Druck gesetzt. Wer nicht spurt oder zu wenig „produziert“ wird gefeuert! Ein guter Opener schafft am Tag bis zu 250 Anrufe.

 

Die Initiatoren nutzen meist eine Überwachungssoftware, die verhindern soll, dass der Opener eventuell Geschäfte auf eigene Rechnung macht. Die Opener sitzen meist auch auf engstem Raum in Großraumbüros zusammengedrängt. Das hat den einfachen Grund, dass die Opener dadurch automatisch voneinander lernen und sich von der aufgeheizten Erfolgsatmosphäre gegenseitig anstecken lassen.

 

Angerufene Personen, die ein grundsätzliches Interesse zeigen, werden in der Regel vom „Opener“ sofort an den in der Hierarchie wesentlich höher stehenden  „Loader“ weitergereicht. Der Loader der meist auch einmal als schlecht bezahlter Opener angefangen hat, arbeitet mit bewährten, psychologisch gut aufgebauten Tricks. Er offeriert besonders günstige Spekulationen und drängt gleichzeitig auf rasche Entscheidung.

 

Der Betrug mit Penny Stocks ist weiter verbreitet als man bisher angenommen hat. Er richtet Schaden ungeahnten Ausmaßes an.  Durch verschiedene unerlaubte Techniken werden die Kurse bestimmter Aktien in die Höhe getrieben, um dann ins bodenlose zu fallen. Diese Manipulation ist bekannt als „Pumpe und Dump“ und ist fast so alt wie die Börse.  Durch die Beeinflussung der Anleger mit irreführenden Angaben über ein Unternehmen werden die Preise in eine vorher festgelegte Höhe getrieben. Ist der dann erreicht stoßen die betrügerischen Initiatoren ihre eigenen Aktien ab.

 

Die gegenteilige Entwicklung einer Pumpe und Dump ist das so genannte Scoop. Hier werden über ein Unternehmen sehr negative  frei erfundene Gerüchte verbreitet. Damit soll der Preis in den Keller fallen. Ist der Preis unten, kaufen die Betrüger die Aktien, schaffen die Gerüchte aus der Welt, verbreiten Positive Nachrichten, puschen die Aktie nach oben – und machen Kasse!

 

Die Aktienbetrüger treten meist international auf, wobei oft Standorte in Ländern gewählt werden, die keine Auslieferungsvereinbarungen mit unseren inländischen Strafverfolgungsbehörden haben. Beim Telefonieren ist für den Angerufenen nicht ersichtlich von wo aus er angerufen wird.

 

Betrogene Anleger die sich wehren wollen, haben es dann oft mit  einem hoch organisierten Netzwerk von Kriminellen zu tun, die mit entsprechender Drohkulisse, den Anleger zum Aufgeben bewegen.  Insider sprechen davon dass mit einem straff organisierten kriminellen Netzwerk und über ganz Europa verteilten Boiler Rooms ein Schaden ungeahnten Ausmaßes angerichtet wird.

 

Fazit des BSZ e.V.:

 

Als Anleger sollten Sie zunächst einmal allen Angeboten die bei nüchterner Betrachtung unrealistisch erscheinen sehr reserviert gegenübertreten. Denken Sie daran, nicht alle was Sie da lesen und sehen ist so wie es scheint! Ihre Investitions-Entscheidungen sollten Sie auf der Grundlage von Unternehmens-Daten  und fernab jeglicher Spekulation treffen. Es sollten sich nur Anleger die bereit sind 100 Prozent ihrer Investition auch verlieren zu können,  mit einem solch riskanten Markt beschäftigen. Sicher gibt es einige Leute die in diesem Markt reich geworden sind. Aber für die paar Wunder gibt es Tausende Verlierer. Ein Markt in dem die Manipulation viel zu oft zur Regel gehört, macht die Anleger zu bloßem Kanonenfutter.

 

Natürlich wird die Mehrzahl der Penny-Stock Anbieter seriös arbeiten, aber es gibt leider auch unseriöse Vertreter dieser Zunft und nur die haben wir hiermit gemeint.  Sollten Sie Opfer eines unseriösen „Aktiengeschäfts“ geworden sein, hier wird Ihnen geholfen:

 

Häufig scheuen sich geschädigte Anleger ohne Rechtschutzversicherung ihrem bereits verloren geglaubten Geld schlechtes hinterher zu werfen. Hohe Gerichts- und Anwaltskosten sowie unsichere Erfolgsaussichten halten daher viele Anleger von einer an sich Erfolg versprechenden Rechtsverfolgung ab. Der BSZ e.V. bietet auch für solche Anleger Lösungen an.

 

Für die Prüfung eventueller Ansprüche aus Kapitalanlagen durch Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht gibt es seit  dem Jahr 1998 die BSZ e.V. die Interessengemeinschaften. Es bestehen gute Gründe hier die Interessen zu bündeln und prüfen zu lassen und der BSZ e.V. Interessengemeinschaft „Anlage im Ausland“ beizutreten.

 

Weitere Informationen und ein Anmeldeformular zur BSZ e.V. Interessengemeinschaft“ Anlage im Ausland“  können kostenlos und unverbindlich mittels Online-Kontaktformular, Mail, Fax oder auch per Briefpost bei dem BSZ e.V. angefordert werden.

 

BSZ® Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V.

Lagerstr. 49

64807 Dieburg

Telefon: 06071-9816810

Internet: http://www.fachanwalt-hotline.eu

 

Direkter Link zum Kontaktformular:

http://www.fachanwalt-hotline.eu/Anmeldeformular?PHPSESSID=84427b37fd7ee26032d4e125647e7ab8

 

Dieser Text gibt den Beitrag vom 18.04.2016 wieder. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

 

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