Vienna Life Lebensversicherung: LG Konstanz verurteilt zur Rückzahlung!

LG Konstanz verurteilt Vienna Life in noch nicht rechtskräftiger Entscheidung zur Zahlung von 30.230,- € wegen fehlerhafter Widerspruchsbelehrung!

Mit einem –noch nicht rechtskräftigen- Urteil des LG Konstanz vom 02.09.2016, das von dem BSZ e.V.-Vertrauensanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Dr. Walter Späth von Dr. Späth & Partner erstritten wurde, wurde die Vienna Life zur Rückabwicklung eines Lebensversicherungsvertrages verurteilt und somit zur Zahlung in Höhe von 30.280,- € an die dortige Anlegerin. Das Urteil des LG Konstanz ist noch nicht rechtskräftig.

Die dortige Klägerin beteiligte sich an einer fondsgebundenen Lebensversicherung nach dem Tarif SELECTA 2000 F3E, wobei die Prämie zunächst in den Fonds „Primes Life One Dynamic 2“ angelegt wurde und schließlich zu 80 % in den Fonds „K1 Global“ und zu 20 % in den Fonds „Top Gold Invest“. Die Klägerin erbrachte eine Einmalzahlung in Höhe von 35.000,- €. Hierbei kam es schließlich zu sehr hohen Verlusten für die Anlegerin. Die Deckungsrückstellung in Höhe von 2.990,04 € wurde schließlich, nach Kündigung der Anlegerin, von Vienna Life ausbezahlt.

Schließlich erklärten Dr. Späth & Partner für die Anlegerin den Widerspruch nach § 5a VVG a.F. und begehrten zuletzt Rückzahlung von 30.280,- € vor dem LG Konstanz.

Das Landgericht Konstanz bestätigte nun die Rechtsauffassung von Dr. Späth & Partner vollständig, dass die von Vienna Life angegebene und gesetzte Widerspruchsfrist von 14 Tagen, über die sie die Anlegerin belehrte, fehlerhaft war, da § 5a Abs. 1 Satz 2 VVG a.F: bestimmte, dass diese bei Lebensversicherungsverträgen 30 Tage beträgt.

Das LG Konstanz bestimmte somit, dass der Lebensversicherungsvertrag rückabzuwickeln war, der von der Klägerin genossene Versicherungsschutz, in diesem konkreten Fall ein Betrag in Höhe von 641,88,- €, war abzuziehen.

Hinsichtlich der Vermittlungs- und Abschlusskosten konnte sich die beklagte Vienna Life nicht auf einen Wegfall der Bereicherung berufen.

Im konkreten Fall entsprach es laut LG Konstanz, trotz der inzwischen erfolgten Entscheidung des BGH vom 11.11.2015 zum Az. IV ZR 513/14, nicht mehr dem europarechtlichen Effektivitätsgebot, wenn ein Versicherungsnehmer nach erfolgtem Widerspruch Fondsverluste tragen muss, die derart hoch sind, dass sie, wie im gegenwärtigen Fall, den zunächst angelegten Sparanteil fast gänzlich aufzehren. Danach wäre das Widerspruchsrecht in diesem Fall laut LG Konstanz komplett entwertet.

Von der von der Klägerin gezahlten Einmalprämie in Höhe von 35.000,- € war somit nur der genossene Risikoschutz in Höhe von 641,88,- € abzuziehen und der bereits von der Beklagten ausbezahlte Betrag in Höhe von 2.990,04,- €, so das der Klägerin die begehrten 30.280,00,- € zuzusprechen waren und die Vienna Life vom LG Konstanz in dem noch nicht rechtskräftigen Urteil zur Zahlung in Höhe von 30.280,-€ an die dortige Anlegerin verurteilt wurde.

Die BSZ e.V.-Vertrauensanwälte hatten seit dem Jahr 2011 diverse Klagen für Anleger der Vienna Life Lebensversicherung vor Gerichten in ganz Deutschland eingereicht, z.B. wegen der sog. Vienna Life-K1-Fondspolice aber auch wegen anderer Produkte, und die Klagen zunächst maßgeblich auf mangelhafte Risikoaufklärung/Beratung gestützt und mangelnde Plausibilitätsprüfung, sind inzwischen aber auch dazu vermehrt dazu übergegangen, den Widerspruch zu erklären, da die von Vienna Life verwendete Widerspruchsbelehrung in diversen Fällen nach Ansicht von Dr. Späth & Partner nicht ordnungsgemäß war.

In diversen Verträgen von Vienna Life oder anderen Lebensversicherern, die die BSZ e.V.-Vertrauensanwälte inzwischen prüfen konnten, wird den Anlegern z.B. ein Widerspruchsrecht von 14 Tagen eingeräumt, obwohl dieses nach § 5a Abs. 1 S. 2 VVG a.F. 30 Tage betrug.

„Unter Umständen könnten Anleger somit noch nach Jahren dem Versicherungsvertrag widersprechen und diesen so beenden, wobei natürlich geprüft werden muss, ob das VVG a.F. Anwendung findet,“ so der BSZ e.V.-Vertrauensanwalt. Betroffene Vienna-Life-Anleger können sich der BSZ e.V.-IG „Vienna Life“ anschließen.

Wenn es um die Verfolgung oder die Abwehr möglicher finanzieller Ansprüche aus einer Kapitalanlage geht, ist qualifizierter Rechtsbeistand von entscheidender Bedeutung. Die BSZ e.V. Fachanwälte geben Ihnen eine erste ehrliche Einschätzung Ihrer Chancen, die Anlageverluste auszugleichen. Der BSZ e.V. empfiehlt geschädigten Kapitalanlegern sich immer einer Interessengemeinschaft anzuschließen. So ist gewährleistet, dass eine Vielzahl von Informationen zusammengetragen werden können. Die Anlegerschutzanwälte welche mit einer solchen Interessengemeinschaft zusammenarbeiten können sich damit optimal für die Interessen der betroffenen Anleger einsetzen.

Für die Prüfung von Ansprüchen aus diesen Anlagen durch Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht, gibt es die BSZ e.V. die Interessengemeinschaften. Es bestehen gute Gründe hier die Interessen zu bündeln und prüfen zu lassen und einer von Ihnen gewünschten BSZ Interessengemeinschaft beizutreten. Für die kostenlose Erstberatung durch mit dem BSZ e.V. verbundene Anlegerschutzanwälte vermittelt der BSZ e.V. seinen Fördermitgliedern bereits seit dem Jahr 1998 entsprechende Anwälte. Sie können gerne Fördermitglied des BSZ e.V. werden und sich kostenlos der BSZ e.V. Interessengemeinschaft Vienna Life Lebensversicherung anschließen.

Ein Antrag zur Aufnahme in die BSZ e.V. Interessengemeinschaft Vienna Life Lebensversicherung kann kostenlos und unverbindlich mittels Online-Kontaktformular, Mail, Fax oder auch per Briefpost bei dem BSZ e.V. angefordert werden.

Direkter Link zum Kontaktformular:

BSZ® Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V.
Lagerstr. 49
64807 Dieburg
Telefon: 06071-9816810
Internet: http://www.fachanwalt-hotline.eu

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Für Unternehmen die in unseren Berichten erwähnt werden und glauben, dass ein geschilderter Sachverhalt unrichtig sei, veröffentlichen wir gerne eine entsprechende Gegendarstellung. Damit wird gezeigt, dass hier aktiver Anlegerschutz betrieben wird.

Dieser Text gibt den Beitrag vom 09.09.2016 wieder. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

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