Havelstraße Block 306 GbR: Anleger verklagt

BSZ e.V. Anlegerschutzanwälte vertreten Anleger, der vom Insolvenzverwalter auf anteilige Zahlung von Verbindlichkeiten des Immobilienfonds verklagt wurde.

30 Jahre nach seinem Beitritt zum geschlossenen Immobilienfonds Havelstraße Block 306 GbR ist ein Gesellschafter des Fonds vor dem Landgericht Berlin vom Insolvenzverwalter verklagt worden. Er soll anteilig Verbindlichkeiten des seit Jahren insolventen Immobilienfonds gegenüber der Investitionsbank Berlin (IBB) und dem Land Berlin bezahlen. Ein erheblicher Teil der geltend gemachten Forderung entfällt dabei auf Verzugszinsen.

Der 1986 aufgelegte Fonds hatte in öffentlich geförderten sozialen Wohnungsbau investiert. Die Fondsobjekte lagen am Rande der Altstadt von Berlin-Spandau und haben sich letztlich nicht gerechnet.

Zur Finanzierung des Projekts erhielt die Fondsgesellschaft neben gewöhnlichen Darlehen u. a. Aufwendungshilfen, die teils als verlorener Zuschuss und teils ebenfalls als Darlehen gewährt wurden.

2003 lief die Förderung aus, die IBB bzw. das Land Berlin waren nicht bereit, eine Anschlussförderung zu gewähren. Es gelang dem Fonds noch, das Land mit Hilfe eines Beschlusses des Oberverwaltungsgerichts Berlin zu zwingen, die öffentliche Förderung einstweilen weiter auszuzahlen. Letztlich jedoch verlor die Fondsgesellschaft den Rechtsstreit in der Hauptsache und musste als Ergebnis dessen ohne weitere öffentliche Förderung auskommen und die aufgrund des OVG Beschlusses ausgezahlten Gelder zurückzahlen.

Bereits 2006 wurde ein Sanierungskonzept für den Fonds ausgearbeitet, das 2008 nochmals überarbeitet wurde. Ergebnis: Für eine erfolgreiche Sanierung des Fonds wären Gesellschafternachschüsse von 125 % erforderlich gewesen, von denen lediglich 38 % beigetrieben werden konnten, was ein Scheitern der Sanierung bedeutete. Als Konsequenz darauf wurden dem Fonds von der IBB die Darlehen gekündigt und zur sofortigen Rückzahlung fällig gestellt, wozu der Fonds außer Stande war.

Es folgten eine Zwangsversteigerung der Fondsobjekte und ein Insolvenzverfahren, bei dem Rechtsanwalt Köhler-Ma aus Berlin zum Insolvenzverwalter über das Vermögen des Fonds bestellt wurde.

Für die Gesellschafter als besonders fatal erweist sich nun die in den 80er Jahren übliche rechtliche Gestaltung des Fonds als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Bei einer solchen GbR haftet der Gesellschafter mit seinem Privatvermögen für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft, was ein großes Haftungsrisiko für die Gesellschafter bedeutet. Aus diesem Grunde ist man heute dazu übergegangen, geschlossene Fonds ganz überwiegend als Kommanditgesellschaften zu konzipieren, bei denen die Anleger nur mit ihrer Hafteinlage für Verbindlichkeiten der Fondsgesellschaft gerade stehen.

Bei der Zwangsversteigerung gingen die IBB und das Land Berlin aufgrund von vorrangig besicherter Forderungen einer weiteren Bank leer aus, weshalb sie nun versuchen, mit Hilfe des Insolvenzverwalters an ihr Geld zu kommen, der die Ansprüche von IBB und Land Berlin weiter verfolgt.

Dem Anleger gelang es nicht, sich außergerichtlich mit dem Insolvenzverwalter zu einigen, weshalb ihn der Verwalter letztlich auf Zahlung der auf seine Beteiligung anteilig entfallenden Forderungen der IBB und des Landes Berlin verklagt hat. Die Vertretung des Anlegers vor dem Landgericht Berlin hat BSZ e.V. Anlegerschutzanwalt Hendrik Bombosch von der auf Kapitalanlagerecht spezialisierten BSZ e.V. Anlegerschutzkanzlei CLLB Rechtsanwälte übernommen.

Wenn es um die Verfolgung oder die Abwehr möglicher finanzieller Ansprüche aus einer Kapitalanlage geht, ist qualifizierter Rechtsbeistand von entscheidender Bedeutung. Die BSZ e.V. Fachanwälte geben Ihnen eine erste ehrliche Einschätzung Ihrer Chancen, die Anlageverluste auszugleichen. Die Rechtsanwälte empfehlen betroffenen Anlegern daher, ihre Ansprüche, die sich sowohl aus einer fehlerhaften Anlageberatung, fehlerhaften Darstellungen im Emissionsprospekt oder aus vielen anderen Gründen ergeben können, von einer auf kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei prüfen zu lassen. Der BSZ e.V. empfiehlt geschädigten Kapitalanlegern sich immer einer Interessengemeinschaft anzuschließen. So ist gewährleistet, dass eine Vielzahl von Informationen zusammengetragen werden kann. Die Anlegerschutzanwälte welche mit einer solchen Interessengemeinschaft zusammenarbeiten können sich damit optimal für die Interessen der betroffenen Anleger einsetzen.

Für die Prüfung von Ansprüchen aus diesen Anlagen durch Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht, gibt es die BSZ e.V. die Interessengemeinschaften. Es bestehen gute Gründe hier die Interessen zu bündeln und prüfen zu lassen und einer von Ihnen gewünschten BSZ Interessengemeinschaft beizutreten. Für die kostenlose Erstberatung durch mit dem BSZ e.V. verbundene Anlegerschutzanwälte vermittelt der BSZ e.V. seinen Fördermitgliedern bereits seit dem Jahr 1998 entsprechende Anwälte. Sie können gerne Fördermitglied des BSZ e.V. werden und sich kostenlos der BSZ e.V. Interessengemeinschaft Immobilienfonds anschließen.

Ein Antrag zur Aufnahme in die BSZ e.V. Interessengemeinschaft Immobilienfonds kann kostenlos und unverbindlich mittels Online-Kontaktformular, Mail, Fax oder auch per Briefpost bei dem BSZ e.V. angefordert werden.

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Dieser Text gibt den Beitrag vom 11.10.2016 wieder. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

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