Haben Sie einen Kontokorrentkredit oder ein Darlehen mit variablem Zins?

In vielen Fällen ergeben sich daraus werthaltige Ansprüche gegen Ihre Bank!

Dies betrifft alle Kunden, die bei ihrer Bank – egal ob gewerblich, freiberuflich oder als Verbraucher – einen Kontokorrentkredit mit variablen Zinssatz unterhalten oder einen Darlehensvertrag mit variablen Zinssatz abgeschlossen haben.

In zahlreichen derartigen Fällen ergeben sich auf Grund eines Fehlverhaltens der Bank – meist die Vereinnahmung unberechtigter Zinsgewinne oder Gebühren – Ansprüche in beträchtlicher Höhe. Eine Verjährung dieser Ansprüche ist nach Auffassung der BSZ e.V. Anlegerschutzkanzlei CLLB Rechtsanwälte selbst bei Jahre zurückliegenden Vorgängen regelmäßig nicht gegeben.

Die Kanzlei arbeitet mit einem Sachverständigenbüro für die finanzmathematische Begutachtung von Konten zusammen, das den Schaden des Kunden exakt beziffern kann. Im Rahmen der Begutachtung wird der tatsächlichen Abrechnung der Bank eine korrekte Abrechnung auf einem „Kontrollkonto“ entgegengestellt.

In Zusammenarbeit mit dem Sachverständigenbüro kann die Abrechnung der Bank insbesondere auf folgende „Fehler“ hin überprüft werden:

– Wertstellungsfehler

Wertstellungsfehler treten auf, wenn die Bank Umsätze nicht an dem Tag wertstellt, an dem sie gebucht werden. Auf diese Weise entstehen dem Kunden Zinsaufwendungen, die er jedoch nicht schuldet oder es entgehen ihm Habenzinsen.

– Gebühren und Provisionen

Im Rahmen der Kontoprüfung werden alle unberechtigten Gebühren (z. B. Gebühren für Rücklastschriften oder für Mahnungen) und Provisionen herausgefiltert.

– Habenzins

Im Rahmen der Kontoprüfung wird der vereinbarte Habenzins taggenau berechnet.

– Limit

Im Rahmen der Kontenprüfung werden die jeweils vereinbarten Limits überprüft, bis zu denen die Berechnung von Sollzinsen und, wenn rechtlich unbedenklich, die Berechnung von Provisionen zulässig ist.

– Sollzinsen

Im Rahmen der Kontenprüfung werden die rechtlich wirksam vereinbarten Sollzinsen überprüft und der Berechnung des „Kontrollkontos“ zu Grunde gelegt. Insbesondere wird geprüft, ob die Bank ihrer Verpflichtung zur Zinsanpassung jeweils rechtzeitig nachgekommen ist. Bei einem Kredit mit variablen, marktabhängigen Zinsen genügt die Bank ihrer vertraglichen Verpflichtung zur Zinsanpassung nach § 315 BGB nur, wenn sie Zinsänderungen am Geld- und Kapitalmarkt zeitnah und in Entsprechung der Veränderung der Durchschnittszinssätze für vergleichbare Kredite an den Kreditnehmer weiter gibt (so das OLG Celle in einem bereits am 20.12.2000 ergangenen Urteil). In einer Vielzahl von Fällen kommen die kreditgebenden Banken dieser Verpflichtung jedoch nicht nach.

– Überziehungszins

Im Rahmen der Kontenprüfung werden im Kontrollkonto Überziehungszinsen nur insoweit berücksichtigt als sie rechtlich wirksam vereinbart wurden. Das ist dann der Fall, wenn der Zinssatz für Kontobelastungen über dem Limit entweder nummerisch im Kontokorrentvertrag genannt wurde oder im Kontokorrentvertrag auf den Überziehungszins und einen entsprechenden Preisaushang hingewiesen wurde. Einen Überziehungszins darf die Bank beispielsweise nicht beanspruchen, wenn das Recht der Bank auf Beanspruchung eines Überziehungszinses nur in den Allgemeinen Kreditbedingungen oder den Allgemeinen Geschäftsbedingungen aufgeführt ist, nicht aber im Kreditvertrag selbst.

– Zinskumulation

In einer Vielzahl von Fällen unterhalten Kunden bei derselben Bank sowohl ein Kontokorrentkonto für die Erledigung des täglichen Zahlungsverkehrs als auch ein Darlehenskonto. In diesem Zusammenhang wird im Darlehensvertrag regelmäßig die Begleichung der Leistungsrate (üblicherweise Zins und Tilgung) aus dem Kontokorrentkonto als sogenanntes „Belastungskonto“ vereinbart.

Diese Handhabung ist grundsätzlich unproblematisch, wenn das Kontokorrentkonto ein ausreichendes Guthaben aufweist. Wenn das Kontokorrentkonto jedoch über kein ausreichendes Guthaben verfügt, sind für den negativen Saldo im Kontokorrent von den Kunden Zinsen zu bezahlen, was zu einer Zinskumulation führen kann, die den Bankkunden „doppelt belastet“.

In einem Beispiel konnte bei einem Kontokorrentkredit mit einer Kreditlinie von nicht mehr als € 7.500,00 für den Zeitraum von 2004 bis 2015 eine Anspruch des Bankkunden wegen der fehlerhaften Berechnung von Sollzinsen, Überziehungszinsen und Gebühren sowie auf Grund der Zinsdifferenz aus Wertstellungsfehlern in Höhe von mehr als € 5.400,00 errechnet werden.

Leistungsspektrum der BSZ e.V. Anlegerschutzkanzlei CLLB

Die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte bietet in Zusammenarbeit mit dem Sachverständigenbüro eine erste rechtliche und finanzmathematische Begutachtung Ihrer Konten an.

Sofern – wie häufig – Pflichtverletzungen der Bank vorliegen, kann von dem Kreditinstitut eine korrigierte Abrechnung verlangt werden.

Darauf basierend wird die Bank zur Zahlung der dem Kunden zustehenden Differenz aufgefordert.

Für den Fall, dass die Bank bereits Sicherheiten verwertet, die für die Kreditgewährung geleistet wurden, können damit beispielsweise Zwangsvollstreckungsmaßnahmen der Bank gestoppt werden.

Bankkunden, die ein Interesse an einer rechtlichen und finanzmathematischen Überprüfung haben, können sich gerne der BSZ e.V. Interessengemeinschaft Bank und Gebühren anschließen.

Ein Antrag zur Aufnahme in die BSZ e.V. Interessengemeinschaft Bank und Gebühren kann kostenlos und unverbindlich mittels Online-Kontaktformular, Mail, Fax oder auch per Briefpost bei dem BSZ e.V. angefordert werden.

Direkter Link zum Kontaktformular:

BSZ® Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V.
Lagerstr. 49
64807 Dieburg
Telefon: 06071-9816810
Internet: http://www.fachanwalt-hotline.eu

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Rechtshinweis
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Für Unternehmen die in unseren Berichten erwähnt werden und glauben, dass ein geschilderter Sachverhalt unrichtig sei, veröffentlichen wir gerne eine entsprechende Gegendarstellung. Damit wird gezeigt, dass hier aktiver Anlegerschutz betrieben wird.

Dieser Text gibt den Beitrag vom 04.11.2016 wieder. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

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