Bausparkassen: Bundesgerichtshof erklärt Darlehensgebühr für unzulässig

Auf Bausparkassen kommen Rückforderungsansprüche in Millionenhöhe zu. Wie Kunden jetzt von der neuen Entscheidung profitieren können. Kunden können Darlehensgebühr zurückverlangen.

Mit Urteil vom 08.11.2016 (Az. XI ZR 552/15) hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass eine vorformulierte Bestimmung über eine „Darlehensgebühr“ in Höhe von 2 Prozent der Darlehenssumme in Bausparverträgen unwirksam ist. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hatte gegen die Bausparkasse Schwäbisch Hall geklagt. Eigentlich hätte der Bundesgerichtshof am 08.11.2016 noch über zwei weitere Fälle verhandeln sollen. Doch die Wüstenrot Bausparkasse hatte sich vor dem Gerichtstermin mit ihren Kunden geeinigt, um ungünstige Entscheidungen zu vermeiden.

In der Vergangenheit haben Bausparkassen für ihre Darlehen nicht nur Zinsen verlangt, sondern auch eine Abschluss- und eine Darlehensgebühr. Die Abschlussgebühr hat der Bundesgerichtshof im Jahr 2010 gebilligt (Az. XI ZR 3/10). Die Darlehensgebühr hat er jetzt für unzulässig erklärt. Die Höhe der Darlehensgebühr betrug regelmäßig 2 Prozent der Darlehenssumme – für ein Darlehen in Höhe von 150.000 Euro also 3.000 Euro. Nach der aktuellen Entscheidung des Bundesgerichtshofs können betroffene Bausparkunden bereits bezahlte Darlehensgebühren zurückfordern.

Unklar ist jedoch, wie die Bausparkassen auf solche Forderungen reagieren werden. In den ersten Presseberichten zu dem BGH-Urteil wurden bereits Befürchtungen laut, das Geld werde nicht kampflos erstattet. Denkbar sei, dass eingewendet werde, etwaige Ansprüche seien verjährt oder das Urteil träfe auf ihre Gebühren gar nicht zu.

Die BSZ e.V. Anlegerschutzkanzlei von Buttlar Rechtsanwälte bietet betroffenen Darlehensnehmern an, für 75,00 Euro ein individuelles und rechtlich begründetes Aufforderungsschreiben an die Bausparkasse zu versenden. Die Kanzlei vertritt bereits eine Vielzahl von Bausparern, deren Bausparverträge gekündigt wurden. Das Bank- und Kapitalmarktrecht gehört zu den zentralen Schwerpunkten der Kanzlei. Ihre Expertise hat sie erst kürzlich durch eine von ihr erstrittene Grundsatzentscheidung des Bundesgerichtshofs im Kreditrecht unter Beweis gestellt. Nach dem Urteil vom 19.01.2016 (Az. XI ZR 103/15) haben Banken keinen Anspruch auf eine pauschale Vorfälligkeitsentschädigung, wenn sie einen Verbraucherkredit selber kündigen.

Wenn es um die Verfolgung oder die Abwehr möglicher finanzieller Ansprüche aus einer Kapitalanlage geht, ist qualifizierter Rechtsbeistand von entscheidender Bedeutung. Die BSZ e.V. Fachanwälte geben Ihnen eine erste ehrliche Einschätzung Ihrer Chancen, die Anlageverluste auszugleichen. Der BSZ e.V. empfiehlt geschädigten Kapitalanlegern sich immer einer Interessengemeinschaft anzuschließen. So ist gewährleistet, dass eine Vielzahl von Informationen zusammengetragen werden können. Die Anlegerschutzanwälte welche mit einer solchen Interessengemeinschaft zusammenarbeiten können sich damit optimal für die Interessen der betroffenen Anleger einsetzen.

Für die Prüfung von Ansprüchen aus diesen Anlagen durch Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht, gibt es die BSZ e.V. die Interessengemeinschaften. Es bestehen gute Gründe hier die Interessen zu bündeln und prüfen zu lassen und einer von Ihnen gewünschten BSZ Interessengemeinschaft beizutreten. Für die kostenlose Erstberatung durch mit dem BSZ e.V. verbundene Anlegerschutzanwälte vermittelt der BSZ e.V. seinen Fördermitgliedern bereits seit dem Jahr 1998 entsprechende Anwälte. Sie können gerne Fördermitglied des BSZ e.V. werden und sich kostenlos der BSZ e.V. Interessengemeinschaft Bausparkasse anschließen.

Ein Antrag zur Aufnahme in die BSZ e.V. Interessengemeinschaft Bausparkasse kann kostenlos und unverbindlich mittels Online-Kontaktformular, Mail, Fax oder auch per Briefpost bei dem BSZ e.V. angefordert werden.

Direkter Link zum Kontaktformular:
BSZ® Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V.
Groß-Zimmerner-Str. 36 a
64807 Dieburg
Telefon: 06071-9816810
Internet: http://www.fachanwalt-hotline.eu

v.b.

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Dieser Text gibt den Beitrag vom 10.11.2016 wieder. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

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