BGH: KLAUSELN ZU ZUSÄTZLICHEN GEBÜHREN BEI BAUSPARDARLEHEN UNWIRKSAM

Bausparkassen dürfen für die Auszahlung des Bauspardarlehens keine zusätzliche Gebühr erheben. Vorformulierte Klauseln zu diesen Darlehensgebühren bei Bausparverträgen sind unwirksam, entschied der BGH mit Urteil vom 8. November 2016 (Az.: XI ZR 552/15).

Der Teufel steckt oft im Detail oder auch im Kleingedruckten. So haben verschiedene Bausparkassen in ihren Allgemeinen Bedingungen für Bausparverträge eine Klausel eingebaut, dass mit Auszahlung des Bauspardarlehens eine Gebühr erhoben wird. Ob die Erhebung einer solchen Gebühr rechtmäßig ist, war umstritten. Nun hat der BGH für Klarheit gesorgt. Derartige Klauseln seien unwirksam, so die Karlsruher Richter, die damit der Klage eines Verbraucherschutzverbands stattgaben.

In dem konkreten Fall hatte die Bausparkasse bei der Auszahlung des Bauspardarlehens eine Gebühr von zwei Prozent erhoben. Diese Klausel benachteilige den Verbraucher unangemessen und sei nicht wirksam, urteilte der BGH. Diese Gebühr diene nur dazu, die Kosten für den Verwaltungsaufwand zu decken. Diese dürften aber nicht auf die Verbraucher abgewälzt werden, sondern seien von der Bausparkasse zu tragen, da sie zu Erbringung dieser Leistung gesetzlich oder nebenvertraglich verpflichtet sei oder die Leistung überwiegend im eigenen Interesse erbringe. Der Verbraucher erhalte für diese Gebühr keine Gegenleistung.

„Nicht zum ersten Mal hat der BGH Kreditgebühren, die sich in vorformulierten Klauseln verstecken, für unwirksam erklärt. Für Bausparer bedeutet dieses Urteil, dass sie sich die zu Unrecht gezahlten Gebühren zurückholen können“, sagt BSZ e.V. Anlegerschutzanwalt Christof Bernhardt.

Ursprünglich waren sogar drei Verhandlungstermine zu Gebühren bei Bauspardarlehen vor dem BGH angesetzt. In zwei Fällen wurde die Revision aber kurzfristig zurückgezogen. „Möglicherweise legten die beteiligten Bausparkassen keinen Wert auf eine höchstrichterliche Entscheidung. Die hat es nun aber trotzdem gegeben und ist ganz im Sinne der Verbraucher ausgefallen“, so der BSZ e.V. Anlegerschutzanwalt.

Die BSZ e.V. Anlegerschutzanwälte vertreten Bausparer bei Ärger mit der Bausparkasse bundesweit. Sei es, wenn es darum geht, zu Unrecht gezahlte Gebühren zurückzuholen oder bei der Kündigung von Altverträgen durch die Bausparkasse.

Wenn es um die Verfolgung oder die Abwehr möglicher finanzieller Ansprüche aus einer Kapitalanlage geht, ist qualifizierter Rechtsbeistand von entscheidender Bedeutung. Die BSZ e.V. Fachanwälte geben Ihnen eine erste ehrliche Einschätzung Ihrer Chancen, die Anlageverluste auszugleichen. Der BSZ e.V. empfiehlt geschädigten Kapitalanlegern sich immer einer Interessengemeinschaft anzuschließen. So ist gewährleistet, dass eine Vielzahl von Informationen zusammengetragen werden können. Die Anlegerschutzanwälte welche mit einer solchen Interessengemeinschaft zusammenarbeiten können sich damit optimal für die Interessen der betroffenen Anleger einsetzen.

Für die Prüfung von Ansprüchen aus diesen Anlagen durch Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht, gibt es die BSZ e.V. die Interessengemeinschaften. Es bestehen gute Gründe hier die Interessen zu bündeln und prüfen zu lassen und einer von Ihnen gewünschten BSZ Interessengemeinschaft beizutreten. Für die kostenlose Erstberatung durch mit dem BSZ e.V. verbundene Anlegerschutzanwälte vermittelt der BSZ e.V. seinen Fördermitgliedern bereits seit dem Jahr 1998 entsprechende Anwälte. Sie können gerne Fördermitglied des BSZ e.V. werden und sich kostenlos der BSZ e.V. Interessengemeinschaft Bausparkasse anschließen.

Ein Antrag zur Aufnahme in die BSZ e.V. Interessengemeinschaft Bausparkasse kann kostenlos und unverbindlich mittels Online-Kontaktformular, Mail, Fax oder auch per Briefpost bei dem BSZ e.V. angefordert werden.

Direkter Link zum Kontaktformular:

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Groß-Zimmerner-Str. 36 a
64807 Dieburg
Telefon: 06071-9816810
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cp

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Dieser Text gibt den Beitrag vom 11.11.2016 wieder. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

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