EGI Euro Grundinvest: Anlegerhaftung bis ins Privatvermögen

EGI Fonds sind brandgefährlich für Anleger. Anleger stehen persönlich im Feuer: Privatvermögen haftet für EGI-Fonds.

„Dass ich mit meinem Privatvermögen vollständig für die ganzen Schulden meines EGI-Fonds hafte, habe ich bis heute nicht gewusst.“

So war die erschütterte Reaktion vieler EGI-Fonds-Anlegers, die Mitte Oktober von Sven Donhuysen darüber informiert wurden, dass Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt wurde. Betroffen sind die Gründungsgesellschafter  von vier EGI-Fonds. Nun steht neben dem gefährdeten Kapitaleinsatz auch die Gefahr der Haftung bis ins Private den Zeichnern der EGI-Fonds ins Haus. Diese Geldanlagen wurden seinerzeit von Malte Andre Hartwieg und seinem DIMA Vertrieb verbreitet. Dieser herben Enttäuschung über die Pleiten folgte schnell die elementar wichtige Frage: „Was kann ich tun, um den Zugriff auf mein Privatvermögen zu verhindern?“

Insolvenzanträge wurden nach Angaben des Managements gestellt für folgende Unternehmen:

  • OVT Odeon Verwaltungs- und Beteiligungstreuhand Management GmbH
  • OVT Odeon Verwaltungs- und Beteiligungstreuhand GmbH & Co. KG
  • Euro Grundinvest Consulting GmbH
  • Euro Grundinvest Management GmbH (auch Komplementärin, Vollhafterin oder persönlich haftende Gesellschafterin genannt)

Die Firmen erfüllten zentrale Aufgaben in den Fonds und schirmten die Anleger vor Risiken in ihrem privaten Bereich ab. Besonders schlimm ist der Ausfall der Komplementärin, denn hieraus folgt die persönliche Haftung. Alle Fondszeichner sind schockiert gewesen, als sie über das Risiko des Umfanges der Haftung erfuhren; denn sie hatten nicht mit dem unbeschränkten Zugriff auf ihr Privatvermögen gerechnet. So aber bestimmt es das Handelsrecht (§ 131 HGB).

Anleger wurden niemals über „Privathaftung“ informiert

Zu Recht waren die Anleger über den gestellten Insolvenzantrag und dessen weitreichende Konsequenzen vollkommen überrascht. Denn in dem jeweiligen Prospekt, den die Anleger erhielten, als sie die Beteiligung an den Fonds

  • Euro Grundinvest Deutschland 15 GmbH & Co. KG (EGI 15)
  • Euro Grundinvest Deutschland 17 GmbH & Co. KG (EGI 17)
  • Euro Grundinvest Deutschland 18 GmbH & Co. KG (EGI 18)
  • Euro Grundinvest Deutschland 20 GmbH & Co. KG (EGI 20)

zeichneten, stand von einer persönlich unbeschränkten Haftung kein einziges Wort. Dieser zentrale und für jeden Anleger wichtige Punkt ist ihnen verschwiegen worden. Genau das Gegenteil von unbeschränkter Haftung wurde den Zeichnern suggeriert. So findet sich zum Beispiel in dem Prospekt EGI 18, auf Seite 8 f., dass die Anleger grundsätzlich keiner Haftung unterliegen, die über die zu leistende Zeichnungssumme (= Kommanditeinlage) hinaus geht. Auch auf Seite 11 des Prospektes wird das „Maximale Risiko“ mit dem Totalverlust des Kommanditkapitals (also der Zeichnungssumme) bezeichnet. Vom Zugriff auf das Privatvermögen ist da keine Rede.

Mit keinem Wort erwähnt wurde, dass die Pleite der Komplementärin  (Euro Grundinvest Management GmbH) alleine schon aus juristischen Gründen zur Folge hat, dass die Haftung für alle Schulden des Fonds sich auf alle Anleger ungebremst durchschlagen kann.

„Es ist unverantwortlich, dass dieses Risiko der Haftung bis ins Privatvermögen nicht einmal ansatzweise uns Anlegern genannt worden ist“, war die deutliche Anklage der Anleger, die sich an dem Investorencall beteiligten. Das Investitionsziel der Anleger ging ursprünglich natürlich genau in die entgegengesetzte Richtung: von einem sicheren Investment ging man aus; wohl wissend, dass man im schlimmsten Falle nicht mehr als nur die Zeichnungssumme verlieren könne. Das Privatvermögen wurde eindeutig als gesichert angesehen. Eine klare Falschaussage des Prospektes.

„Privathaftung“ kann durch schnelles Handeln eliminiert werden

Wichtig für Anleger ist es zu wissen, dass es noch nicht gänzlich zu spät ist, um effektiv gegenzusteuern. Die Haftung kann noch verhindert werden. Eine solche Kehrtwendung aber muss schnell eingeleitet werden, da Fristen zu beachten sind. Das geht auch noch nachdem der Insolvenzantrag über das Vermögen der Euro Grundinvest Management GmbH gestellt worden ist. Unbedingt notwendig ist es deshalb, dass Anleger jetzt entscheiden, in welche Richtung es künftig gehen soll. Das heißt im Umkehrschluss auch, dass die aktuell bestimmende Person, Sven Donhuysen,  keine Leitungsfunktion mehr innehaben darf. In diesem Punkt des mangelnden Vertrauens sind sich alle relevanten Marktbeobachter und die Wirtschaftspresse seit langem einig. Auch  seitens der EGI-Fonds-Anleger traut man Donhuysen nach den aktuell gestellten Insolvenzanträgen Saniererqualitäten nicht zu.

Die sicherste Option ist, dass eine neue und unbelastete Gesellschaft  so schnell wie möglich in die Position als Komplementärin hingestellt wird! Zwar wird nicht bereits zu dem Zeitpunkt, in dem der Antrag beim Insolvenzgericht eingeht, die persönliche Haftung der EGI-Anleger begründet – dennoch drängt die Zeit, weil Fristen zu beachten sind. Erst wenn man als Anleger – rechtlich korrekt als Treuhandkommanditist bezeichnet – nicht aktiv wird, besteht kurz nach Insolvenzeröffnung durch das Gericht das konkrete Risiko der Haftung bis in die Privatsphäre hinein.

Insolvenz der EGI-Fonds ist keine Lösung

Es ist nicht sinnvoll, die EGI-Fonds selbst in die Insolvenz zu schicken, um sich der persönlichen Haftung zu entziehen. Wer derartiges meint, vergisst dabei, dass in den EGI-Fonds bzw. den so genannten Objektgesellschaften Vermögenswerte enthalten sind, die dann in die Hand eines Insolvenzverwalters gegeben und die finanziellen Bedürfnisse der EGI-Fondsanleger als Kapitalgeber überhaupt nicht mehr berücksichtigt werden. Damit bestünde auch keine Chance mehr, auf das weitere wirtschaftliche Schicksal positiv Einfluss zu nehmen, wenn die Herrschaft eines Insolvenzverwalters eingeläutet worden ist. Möglich ist dann vielmehr, dass Forderungen des Insolvenzverwalters an die EGI-Fonds Kapitalgeber gestellt werden.

BSZ® e.V. Anlegerschutzkanzlei koordiniert Haftungsausschluss für EGI-Anleger

Ein einzelner Anleger oder auch nur eine kleine Gruppe von Anlegern kann hier nichts ausrichten. Zu komplex sind die Zusammenhänge und die rechtlichen Details bieten zu viele Fallstricke. Nur eines hilft wirklich: Die Anleger müssen kollektiv tätig werden.  Im Zusammenspiel mit dem BSZ® e.V. haben BSZ® e.V. Anlegerschutzanwälte die Initiative ergriffen und betreuen EGI-Anleger bei diesem dringend notwendigen Veränderungsprozess an den vier EGI-Fonds 15, 17, 18, 20.  Die tätigen Anwälte haben seit mehr als 10 Jahren ausgiebige Erfahrungen aus Fondsrestrukturierungen auf der Kollektivebene und beherrschen damit die Nahtstellen zwischen Anleger-, Gesellschafts- und Steuerrecht.

Vermeiden Sie persönliche Haftung bei EGI-Fonds

Nur im Zusammenspiel mit vielen Anlegern können Sie Ihre persönliche Haftung eliminieren.  Einen Antrag zur Aufnahme in die BSZ e.V. Interessengemeinschaft Euro-Grundinvest (EGI) kann kostenlos und unverbindlich mittels Online-Kontaktformular, Mail, Fax oder auch per Briefpost bei dem BSZ e.V. angefordert werden.

Direkter Link zum Kontaktformular:

BSZ® Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V.

Groß-Zimmerner-Str. 36 a

64807 Dieburg

Telefon: 06071-9816810

Internet: http://www.fachanwalt-hotline.eu         www.anwalts-toplisten.de

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Für Unternehmen die in unseren Berichten erwähnt werden und glauben, dass ein geschilderter Sachverhalt unrichtig sei, veröffentlichen wir gerne eine entsprechende Gegendarstellung. Damit wird gezeigt, dass hier aktiver Anlegerschutz betrieben wird.

Dieser Text gibt den Beitrag vom 23.11.2016 wieder. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

 

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